• 30. März 2026

Altersvorsorgereformgesetz: AfD fordert echte Reform statt halbherziger Maßnahmen

März 30, 2026

In der aktuellen Debatte um das Altersvorsorgereformgesetz machte die AfD im Bundestag deutlich, dass das bestehende Rentensystem in Deutschland unter massivem Druck steht. Das Rentenniveau liegt derzeit bei rund 48 Prozent vor Steuern – mit weiter sinkender Tendenz. Gleichzeitig wird die gesetzliche Rentenversicherung bereits mit fast 130 Milliarden Euro pro Jahr vom Bund bezuschusst, und pro Rentner stehen nur noch etwa 1,8 Beitragszahler zur Verfügung.

Herausforderungen der Riester-Rente
Die AfD betonte, dass die gesetzliche Rente allein für viele Menschen nicht ausreicht und daher private Altersvorsorge wichtig ist. Gleichzeitig kritisierte sie die bisherige Riester-Rente: Trotz rund 15 Millionen abgeschlossener Verträge Ende 2024 seien die monatlichen Auszahlungen mit 130 bis 145 Euro brutto viel zu niedrig, um Altersarmut wirksam zu bekämpfen.

Kritikpunkte am aktuellen Reformentwurf
Der AfD zufolge reicht der aktuelle Entwurf der Bundesregierung nicht aus. Vier zentrale Kritikpunkte wurden genannt:

  1. Hohe Kosten: Auch nach einer Anpassung von 1,5 auf 1 Prozent liegen die Kosten langfristig zu hoch. Im Vergleich dazu betragen die Kosten bei ETF-basierten Produkten lediglich 0,1 bis 0,3 Prozent.
  2. Förderung: Der Förderdeckel von 1.800 Euro pro Jahr (ca. 150 Euro monatlich) sei zu niedrig, um Versorgungslücken zu schließen. Experten empfehlen eher Förderungen von über 3.000 Euro jährlich.
  3. Selbstständige: Zwar werden Selbstständige nun einbezogen, doch zusätzliche Meldepflichten und Einwilligungsverfahren erhöhen die Bürokratie und erschweren die Nutzung der Altersvorsorge.
  4. Rendite: Die Standardprodukte des Reformentwurfs seien stark auf Sicherheit ausgerichtet, wodurch die langfristige Rendite deutlich eingeschränkt werde. Ein Vergleich verdeutlicht den Unterschied: Bei 100 Euro monatlich über 40 Jahre können 7 Prozent Rendite rund 250.000 Euro ergeben, bei 3 Prozent nicht einmal 100.000 Euro.

Forderungen der AfD
Die AfD fordert eine private Altersvorsorge, die einfach, transparent und renditestark ist. Im Detail bedeutet das:

  • ETF-basierte Vorsorge ohne teuren Versicherungsmantel
  • Kosten unter 0,3 Prozent
  • Ein leicht verständliches System für alle Bürger

Fazit
Die AfD sieht den aktuellen Gesetzentwurf als unzureichend an. Zwar wurden einzelne Verbesserungen vorgenommen, doch das Grundproblem bleibe bestehen: Das System sei zu teuer, zu kompliziert und biete zu wenig Rendite. Die Partei fordert eine echte Reform, die Kosten senkt, alle Bürger einbezieht und langfristigen Vermögensaufbau ermöglicht.

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