Pforzheim, 08.06.2026 – Die AfD-Gemeinderatsfraktion hat einen Antrag in den Gemeinderat eingebracht, mit dem Ziel, dass die Stadt Pforzheim die Patenschaft für die Landesgruppe Baden-Württemberg der Landsmannschaft Ostpreußen übernimmt.
Zwischen Pforzheim und der Landsmannschaft Ostpreußen bestehen seit Jahrzehnten enge Beziehungen. Insbesondere die seit 1966 in Pforzheim stattfindende „Preußische Tafelrunde“ hat die Stadt zu einem wichtigen Zentrum ostpreußischer Kultur- und Erinnerungsarbeit in Baden-Württemberg gemacht.
Mit der Patenschaft soll die Lebensleistung der Heimatvertriebenen gewürdigt werden, die nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich zum Wiederaufbau und zur Entwicklung Pforzheims beigetragen haben. Gleichzeitig soll sie dazu dienen, das kulturelle Erbe Ostpreußens zu bewahren und die Erinnerung an Flucht, Vertreibung und gelungene Integration lebendig zu halten.
„Gerade in einer Zeit, in der immer weniger Zeitzeugen von den Ereignissen berichten können, ist die Pflege unserer historischen Erinnerung von besonderer Bedeutung. Die Patenschaft wäre ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit und Wertschätzung“, erklärt Alexsei Zimmer, Vorsitzender der AfD-Gemeinderatsfraktion.
Die Stadtverwaltung soll nun gemeinsam mit der Landsmannschaft Ostpreußen die konkrete Ausgestaltung einer Patenschaft erarbeiten und dem Gemeinderat zur Beratung vorlegen.
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