Pforzheim, 09.07.2026 – Die AfD-Gemeinderatsfraktion hat eine Anfrage an die Stadtverwaltung zum Quartiersmanagement in Pforzheim eingereicht. Im Mittelpunkt steht die Finanzierung, die Verwendung der Fördermittel sowie die tatsächliche Erreichbarkeit der Quartiersbüros.
Anlass ist die Eröffnung des neuen Quartiersmanagements in Dillweißenstein. Nach Angaben der Stadt werden hierfür im Rahmen der Nichtinvestiven Städtebauförderung (NIS) des Landes Baden-Württemberg 100.000 Euro Landesmittel bereitgestellt. Zusammen mit dem städtischen Eigenanteil belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 260.000 Euro.
Für die AfD-Fraktion wirft insbesondere ein Facebook-Beitrag der Stadt Pforzheim Fragen auf. Darin wird das neue Quartiersmanagement vorgestellt und darauf hingewiesen, dass es keine festen Öffnungszeiten gibt. Bürger sollen stattdessen telefonisch einen Termin vereinbaren oder „auf gut Glück“ vorbeikommen.
Fraktionsvorsitzender Alexsei Zimmer sieht darin einen Widerspruch zum eigentlichen Zweck eines Quartiersmanagements. „Ein Quartiersbüro soll eine leicht erreichbare Anlaufstelle für die Menschen im Stadtteil sein. Wer Unterstützung sucht, sollte nicht erst telefonieren müssen, um herauszufinden, ob überhaupt jemand da ist. Gerade ältere Menschen oder Bürger in schwierigen Lebenslagen brauchen einen verlässlichen Ansprechpartner mit festen Präsenzzeiten.“
Die Fraktion möchte deshalb unter anderem wissen, welche Öffnungszeiten für die einzelnen Quartiersmanagements gelten, welche Aufgaben dort konkret wahrgenommen werden und wie der Erfolg der Arbeit gemessen wird.
Stadtrat Alexander Ponomarenko betont, dass es nicht um die Mitarbeiter vor Ort gehe, sondern um die Organisation des Angebots. „Wenn öffentliche Gelder in dieser Größenordnung eingesetzt werden, muss sichergestellt sein, dass die Bürger davon auch tatsächlich profitieren. Ein Quartiersmanagement sollte ohne vorherige Terminvereinbarung erreichbar sein. Das erwarten wir von einem öffentlich finanzierten Angebot.“
Darüber hinaus fragt die AfD-Fraktion nach den Gesamtkosten aller Quartiersmanagements in Pforzheim, der Finanzierung durch Stadt und Land, den Personalkosten, den Auswahlkriterien für den Träger sowie den bestehenden Kontroll- und Evaluierungsmechanismen.
Alexsei Zimmer abschließend: „Wir wollen wissen, wie die eingesetzten Steuergelder verwendet werden und welchen konkreten Mehrwert die Quartiersmanagements für die Bürger bieten. Transparenz und eine nachvollziehbare Erfolgskontrolle sind bei öffentlich finanzierten Projekten selbstverständlich.“
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